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Dr. phil. Andreas Käuser

Angst zwischen Medium und Diskurs, Ausdruck und Begriff

Der Beitrag zum Netzwerk erarbeitet Ansätze einer Begriffs- und Mediengeschichte der Angst. Die Karriere des Begriffs ist dabei an die kulturelle Modernisierung seit dem späten 18. Jahrhundert gekoppelt und verläuft in paralleler Gegenläufigkeit zu den medienkulturellen Innovationen um 1800, 1900 sowie 2000. Dabei entfalten und elaborieren diese Umbruchsphasen ein kritisches Verhältnis von Begriff und Medium, Diskurs und Körper, das von „Angst“ widergespiegelt und reflektiert wird. Hatte Luhmann für den ähnlich gelagerten Begriff der Liebe Medien- als Begriffsgeschichte exponiert, so wird für Angst ein ähnliches Vorgehen anzuwenden sein. Wegen des kritischen Verhältnisses von verkörperter, medialisierter Angst zu den fragmentarischen Diskursen über sie wird Angst metaphorisch, fluid und selbstgenerativ.