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Dr. phil. Julia Barbara Köhne

The Making-Of "Angst". Wissensfigurationen in filmwissenschaftlichen, psychoanalytischen und genderorientierten Theoriesettings sowie filmischen Angstrepräsentationen.

Das Projekt untersucht drei Formen von Filmproduktionen, vornehmlich US-amerikanische der 1960er und 1970er Jahre, in denen eine große Bandbreite epistemologischer und repräsentationaler Angstkonzeptionen gespeichert ist: Science-Fiction- und Horrorfilme und solche, die traumatische Settings verhandeln. Um sich der ikonographischen und semiologischen Spannweite von „Angst“ anzunähern, werden zunächst unterschiedliche cineastische Repräsentationen und Herstellungsweisen von Angst analysiert und in ihrer symbolischen Codiertheit beleuchtet. Dabei wird auch gefragt, was für Auswirkungen eine spezifische Angstrepräsentation auf die Funktionsweise von im Film vorgeführten genderspezifischen Symbolsystemen hat.
    Das Projekt fokussiert im Weiteren Interdependenzen zwischen drei Elementen: erstens realen individuellen und kollektiven Traumatisierungsszenarien sowie Angst- und Gewaltkontexten, die immer schon mediatisiert und diskursiviert vorliegen, zweitens außerfilmischem Wissen über Angst bzw. wissenschaftlichen/kulturellen Angst-Diskursen und drittens fiktionalen Repräsentationen in den Spielfilmen. Letztlich werden die Filme als multifunktionale Reflektoren und Transformatoren der zitierten Angstfelder befragt, in denen synergetische Effekte zwischen Wissen, Wissenschaft, Gesellschaft und visueller Kultur aufscheinen.