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Dr. phil. Hans Jörg Schmidt

Ökonomie(en) und Politik(en) der Angst. Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Interferenzen

Die gesellschaftlichen Teilbereiche Ökonomie und Politik werden in diesem Projekt auf der Ebene ihrer jeweils eigenen Angstwahrnehmungen auf das Vorhandensein von Ökonomien und Politiken der Angst untersucht. Im Zentrum des Projektes stehen hierbei zeitlich parallel verlaufende Angst-Phänomenologien (Krisen), während derer beide Teilsysteme parallel, jedoch im Rahmen ihrer jeweiligen Deutungskontexte um die gesamtsystemische Vorherrschaft streiten. Beachtet werden hierbei insbesonders als handlungsauslösend perzipierte Angstinduktoren und deren sich daran in unterschiedlichen „approaches“ abarbeitende Bewältigungsmechanismen. In einem weiteren Schritt wird – ausgehend von den synchron und diachron zu vergleichenden historisch-empirischen Phänomenologien („Spielformen“) – auf Poetologien und Epistemologien der Angst geschlossen, um in systematisierender Darstellung über die Reflexion einzelner Ökonomien und Politiken die Struktur der kollektiv wahrgenommenen Angstphänomene herauszuarbeiten. Die komparatistische Zusammenführung versucht, sowohl Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Interferenzen zwischen Ökonomie(en) und Politik(en) der Angst in den exemplarisch untersuchten Bereichen aufzuzeigen.